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Historisches

Die Gemeinde bietet einige historische Stätten und Gebäude, z.B. Eisenhütte von 1666(Guß des 1. Dampfzylinders der Welt), Kurhessischen Jagdschloß 17. Jahrhundert, Wehrkirche 13. Jahrhundert, Barockkirche 18. Jahrhundert, historische Gierseilfähre und viele gut erhaltene Fachwerkhäuser 17. Jahrhundert.

Kirche Veckerhagen

Kirchen in Reinhardshagen

Die evangelische Dorfkirche Vaake, auf einer leichten Anhöhe am Weserufer gelegen, ist das älteste Gebäude der Gemeinde. Die Vaaker Wehrkirche, erbaut mit Wesersandsteinen, geht in ihrer derzeitigen äußeren Gestalt weitgehend auf das 13./14. Jahrhundert zurück, doch sind verschiedene Bereiche des Gebäudes älter.
Hinsichtlich der Innenraumgestaltung hat die Kirche mehrfach Veränderungen erfahren. Von überregionaler kunstgeschichtlicher Bedeutung sind umfangreiche 1937 freigelegte Wand- und Deckengemälde aus der Zeit um 1400. Im 30jährigen Krieg wurde die Kirche mehrfach beschädigt.

Die evangelische Kirche in Veckerhagen wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts erbaut und zeichnete sich durch eine bemerkenswerte Innnenraumgestaltung aus. Diese wurde bei einer im Jahre 1965 erfolgten Renovierung massgeblich geändert, doch hat sich das äußere Erscheinungsbild nicht wesentlich verändert.

Eisenhütte Veckerhagen

Die Eisenhütte wurde 1666 wegen der nahen Buchenwälder (Holzkohle), am Rande des Reinhardswaldes und nahe der Weser gegründet. Das Eisenerz zur Verhüttung kam u.a. von Hohenkirchen, Gieselwerder, vom Habichtswald, aber auch in begrenztem Umfang aus dem Werra- und Ederraum.

Eisenhütte in Veckerhagen

Sie war im 18. und 19. Jahrhundert die wichtigste Hochofenhütte von Hessen-Kassel. Die Exporthütte lieferte unter verschiedenen Hofarchitekten wie Du Ry, Bromeis und Ruhl für zahlreiche hessische Schlösser, frühe Bahnstrecken (Schienen, Bahnhöfe), deutsche Repräsentationsbauten das Gußeisen. Die bekannten Veckerhäger Eisenöfen fanden über die Grenzen hinaus bis hin nach Skandinavien und in die USA ihre Kunden. Um 1700 stellte Denis Papin in Veckerhagen den ersten Dampfzylinder her; 1838 untersuchte R. W. Bunsen hier weltweit erstmalig die chemische und physikalische Qualität der Hochofengase sowie des Hochofenprozesses. Gleichzeitig entwickelte C. A. Henschel mit dem Hütteninspektor C. Pfort neue Turbinen, Gebläse und energiesparende Apparate für das europäische Montanwesen. Die ersten Oberweserdampfer (ab 1843 in Hann. Münden gebaut) erhielten hier ihre Baumaterialien bzw. durch Henschel die Dampfmaschine. Insoweit besitzt die Hütte eine europäische Bedeutung und wird im ECOMUSEUM Reinhardswald einen Eckpunkt verschiedenster Industrie- und Kulturlehrpfade zwischen Fulda, Weser und Diemel bilden.